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Horex Regina 400 Gespann

Über Horex ist schon viel geschrieben worden (siehe auch unter meinen Links).

Ich möchte einfach mal meine Horex Regina 400 mit Steib S501-Beiwagen vorstellen.

Gebaut 1954, hat Sie mich 1989 auf den Gespanntrip gebracht.

Mein Onkel Paule hatte sie restauriert und ich durfte sie fahren . Das Fahren auf drei Rädern war nach 15 Jahren Solo schon recht beeindruckend; die Lenkkräfte sind enorm, gelenkt wird durch ziehen und drücken am Lenker und nicht durch Gewichtsverlagerung, in engen Rechtskurven will das Beiwagenrad unbedingt nach oben, beim Beschleunigen zieht die Fuhre nach rechts, beim Bremsen nach links . Aber gerade die unkonventionelle Technik macht einen Großteil des Reizes eines Gespannes aus. Ganz abgesehen von der Möglichkeit, auf Reisen weniger spartanisch mit dem Gepäck sein zu müssen.

In den folgenden Jahren war sie auf vielen Wochenendausflügen (u.a. nach Dänemark, in die Lüneburger Heide zu den Jumbo's Ostsee (ehemals Suhrbrook) und Stübeckshorn, zu Horex-Treffen nach Bimöhlen und Berlin) eine treue Begleiterin. Klar ging auf den längeren Strecken mal etwas kaputt, aber liegengeblieben sind wir nie !

Inzwischen habe ich für die längeren Strecken das BMW-Gespann, so dass die alte Dame nicht mehr so beansprucht wird.

Aber es macht immer noch jede Menge Spaß, gemütlich im großen Gang mit 70 km/h durch die Gegend zu ballern. Wiss ma höern? (wav-Datei, 210 KB). Und bei einem Stopp irgendwo taucht mit großer Wahrscheinlichkeit ein älterer Herr auf mit Äußerungen wie: "...damals hatten wir auch so ein Gespann, und dann mit Frau, 3 Kindern und Gepäck in den Urlaub....", "...dass ich so eine noch mal sehen und hören darf..." usw.

Kaufen wollten sie auch schon viele, aber ich habe mir fest vorgenommen, noch als Rentner mit ihr zu fahren (wenn man es dann noch darf). 

Sind ja keine 20 Jahre mehr bis dahin .

Wenn sie nächstes Jahr durch den TÜV gebracht ist (ist nie ein Problem!), werde ich sie komplett zerlegen und neu aufbauen. Dann habe ich zwei Jahre Zeit, sie wieder in den Neuzustand zu versetzen.

Der Stress der letzten 12 Jahre ist ihr inzwischen schon anzusehen und anzumerken .

 

(Holger, Juni 2001)

 

Nun ist doch mehr Zeit vergangen, als geplant. Aber die Restaurierung ist angelaufen. Ein Getriebeschaden zwingt zur Zerlegung des Motors. Kolben, Zylinder, Kurbelwelle und Ventiltrieb sind noch in Top-Zustand. Aber im Getriebe: die Zahnräder des zweiten Ganges und ein Schaltschieber sind sehr mitgenommen. So wie es aussieht, führte ein Lagerschaden am Getriebeausgangsritzel zu einem Ölverlust. Das Ganze lässt sich aber mit überschaubarem Aufwand wieder reparieren.

Bei der Gelegenheit wird jetzt auf 12 Volt und kontaktlose Zündung umgerüstet. Einen Umbaubericht gibt es hier.

 

(Holger, Januar 2005)

 

Der Kolben war doch nicht mehr so gut! Nach einer 500-Kilometer-Tour war der Ölfluss nicht mehr zu stoppen. Zu großes Spiel des Kolbens sorgte für Überdruck im Gehäuse und der presste die Suppe überall raus. Gut, eine Horex markiert immer ihr Revier, aber das war wirklich zuviel des Guten! Nun ist ein neuer Kolben drin, die Motorentlüftung ist auch etwas modifiziert und jetzt ballert sie wieder gesund vor sich hin.

(Holger, Oktober 2006)

Alles noch prima. Na ja, der Lack muß demnächst stellenweise neu. Und ein größeres Kettenrad soll rein, die Maschine dreht im großen Gang nicht genügend aus. In Heft 6/2011 von Oldtimer-Praxis wird meine Regina-Restaurierung vorgestellt. Dabei sind klasse Fotos entstanden.

(Holger, April 2011)